Übernachten im Igloo - keine Macht der Welt …
Fortsetzung: Kleines Markt-Tagebuch
Montag, 1. Februar 2010
Am Morgen wurden die ersten Marktstände auf dem historischen Markt aufgebaut und ab 12.00 mittags war es dann soweit, die Marktstände konnten besucht werden.
Es war noch ein wenig kälter als gestern, minus 24 Grad zeigte das Thermometer an meinem Fenster und so bin ich eingepackt und mit Fingerhandschuhen bekleidet auf den Markt gestiefelt. Zuerst waren meine Finger noch angenehm angewärmt von der kuscheligen Wohnung, dann aber drang die Eiseskälte unbarmherzig durch die Wolle hindurch; aber Fotos schießen mit den dicken Fellhandschuhen, das geht einfach nicht.
Die Marktständler waren auch bei diesen Temperaturen guter Dinge und priesen ihre schönen Waren an: dicke Felle, bunte Handschuhe, fein genähte Mützen, Schals und Pullover in allen Farben, handgemachte Salben und Pastillen, Kuchen und Bonbons, Ziegenkäse und Rentierfleisch; kleine Mädels verkauften selbstgemachtes Brot, das auf Stein gebacken wird; hier gibt es nur Dinge, die man auch schon vor vierhundert Jahren kaufen konnte.

In der kleinen Stube erzählte Yngve Ryd von Tieren, draußen vor der Tür wurde traditionelle Kleidung gezeigt. Am Feuer konnte ich mir die eingefrorenen Füße wärmen,

dann nichts wie heim in die warme Wohnung und mit heißer Schokolade und gekauften und erwärmten Apfelkuchen aus der Mikrowelle Leib und Seele auftauen. Es geht doch nichts über die Technik der neueren Zeit!
PS: In der Nähe von Jokkmokk, in Skabram, kann man eine Nacht in einem Igloo verbringen. Ein besonderes Ereignis für Touristen. Keine Macht der Welt …